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Aktuell  2018:

  • Pilotprojekt DOMLESCHGER BURGENTAGE erfolgreich abgeschlossen.

  • Das MUSÉE RÉSISTANCE SUISSE 1940 - 1990 in Gstaad ist eingeweiht.

  • Das MUSÉE RÉSISTANCE SUISSE 1940 - 1990 an der Linth ist eröffnet.

  • Beginn des Projektes KULTURM in der Ruine der Burg Friedau/Zizers GR.

  • Beginn der Sanierung der grössten Glarner Burgruine VORBURG.

  • Beginn der Sicherung des Palas der Burgruine Freudenberg in Bad Ragaz.


  • Beginn der Sanierung  Maloja Kulm für das MUSEO FORTEZZA MALOJA.


Im Spätherbst 2017 konnten drei grosse Projekte abgeschlossen und gleichzeitig vier neue Projekte begonnen werden:



DOMLESCHGER BURGENTAGE 2014 - 2017

Mit dem vierjährigen Pilotprojekt wurde die jahrzentelange Diskussion um das kulturtouristische Potenzial des Domleschg als "Burgental der Schweiz" beendet , die offenen Fragen sind beantwortet. Von den sieben erprobten Kulturangeboten für ganz verschiedene Interessenten sind vier erfolgreiche Angebote geblieben, die von der Region im Rahmen jährlicher Burgentage schweizweit bekanntgemacht werden können:

  • "Von Schloss zu Schloss..." - eintägige Kulturwanderung zu privaten Schlössern
  • "Crash-Kurs in Burgenkunde" - 5 abendliche Burgenlektionen mit Apéro
  • "Burgleben" - Familien tauchen auf Ehrenfels für 24 Stunden ins Mittelalter ein
  • "Musik in alten Mauern" - Eine Sommerromanze in historischem Ambiente


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Von den erprobten sieben Angeboten zeigte sich das mittelalterliche Feldlager mit 23 Zelten, einer Belagerungs-maschine, Artillerie, einem Dutzend Handwerker und Rittern zu Fuss und zu Pferd als zwar sehr geschätzte, aber stark defizitäre Idee . Kostendeckend kann dagegen der jährliche Familienanlass auf Burg Ehrenfels arbeiten, bei dem die Kinder auch Brot backen, Filz und Spiele herstellen und Schmieden dürfen. Mehr Information und Bilder findest Du unter DOMLESCHGER BURGENTAGE.


MUSÉE RÉSISTANCE SUISSE 1940 - 1990 in Gstaad

In grösster Bedrängnis des Landes begannen tapfere Frauen und Männer im Sommer 1940, sich auf das Leben unter der drohenden Besetzung durch Nazideutschland vorzubereiten. Sie schufen ein geheimes Nachrichtennetz, das den Bundesrat im Réduit oder in Exil in London mit täglichen Lageberichten aus der besetzten Schweiz versorgt hätte. Über das geheime Netz mit chiffriertem Kurzwellenfunk hätte der Bundesrat aber auch Nachrichten und Aufrufe an die Bevölkerung übermitteln können. Diese Widerstandsvorbereitungen wurden über fünfzig Jahre bis zum Ende des Kalten Krieges weitergeführt. 1990 wurden die Massnahmen eingestellt, die Mitglieder blieben aber bei Androhung von Zuchthausstrafen weitere 19 Jahre  unter  Geheimhaltungspflicht, bis sie 2009 vom Gesamtbundesrat endlich verdankt und aus ihrer Dienstverpflichtung entlassen wurden. Das Museum wahrt in seinem Archiv die unbekannte Geschichte der geheimen Vorbereitungen des zivilen und gewaltlosen Widerstandes während eines halben Jahrhunderts. PRO CASTELLIS hat das zwölfjährige Forschunsprojekt Widerstand ermöglicht, den Auftrag für würdige  Entlassungsanlässe mit den Kantonsregierungen in den Jahren 2009 bis 2015 umgesetzt und die Ausbildungs- und Führungsanlage "Schweizerhof" in Gstaad  erworben, umfassend saniert und als Museum  des Widerstandes gestaltet. Das Baudenkmal von nationaler Bedeutung wird im Originalzustand erhalten und dient als Archiv, Dokumentationszentrum und nationales Museum der Widerstandsvorbereitungen der Schweiz.


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Museum in der Anlage "Schweizerhof" in Gstaad: Im hundert Meter langen Hauptstollen wird die Geschichte der Widerstandsvorbereitungen von 1940 - 1990 in vier Sprachen auf je 24 Bildtafeln erzählt. Seitlich gehen 12 Kaver-nen ab zu den Sonderausstellungen der geheimen Funknetze, der Einzelausbildung, der Logistik, des zivilen Widerstandes und der Geniemittel. Ein Filmsaal enthält in der "Galerie des Widerstandes" die Portraits von 140 prägenden Mitgliedern des Widerstandes, darunter sechs Bundesräten, vielen eidgenössischen Parlamentariern, bekannten Persönlichkeiten aus Presse, Radio und Fernsehen, aus Wissenschaft und Wirtschaft. MIGROS-Gründer Gottlieb Duttweiler ist dort ebenso zu finden wie der Theologe Karl Barth, die Philosophin Jeanne Hersch und die beliebte Zürcher Regierungsrätin Hedi Lang. Als Folge der bestehenden 50-jährigen Schutzfrist und zum Schutze der Persönlichkeitsrechte der lebenden Mitglieder bleibt das Museum  bis 2065 nicht öffentlich zugänglich.

Die Darstellung der Widerstandsvorbereitungen im Museum werden durch die Doktorarbeit des Historikers Titus Meier vollumfänglich bestätigt, die im Juli 2018 als Buchpublikation des NZZ-Buchverlages erschienen ist.



MUSÉE RÉSISTANCE SUISSE 1940 - 1990 in Benken SG

Bild Museum Benken


Im Gegensatz zum Museum in Gstaad, dass aufgrund der Verträge mit der Eidgenossenschaft bis 2065 nicht öffentlich ist, kann unser thematisch gleiches kleineres Museum im "Zentrallager BURG" in Benken auf Anmeldung besucht werden. Es besteht seit 2009 aus der Galerie des Widerstandes mit bedeutenden Schweizer Persönlichkeiten und einem Filmraum mit 24 Thementafeln und einigen Exponaten.


MUSÉE RÉSISTANCE SUISSE 1940 - 1990 in der Gotthardfestung

Als Wechselausstellung wird die Geschichte der Schweizer Widerstandsvorbereitungen im Sommer 2019 in der grossen Gotthardfestung GRAN SASSO in deutsch und italienisch erzählt werden.




KULTURM - Kultur in den Mauern der bischöflichen Burg Friedau in Zizers

Die Sicherungsarbeiten 2016 - 2017 sind abgeschlossen, 2018 soll die Finanzierung des Projektes sichergestellt werden und mit dem Ausbau des Turmes zum Kulturzentrum begonnen werden. Mehr Information unter: Projekt KULTURM




Sicherung der grössten Glarner Burgruine VORBURG

In enger Zusammenarbeit mit dem Amt für Kultur GL und der Eigentümerin Stiftung Vorburg wurde 2016 und 2017 von PRO CASTELLIS ein Sicherungskonzept ausgearbeitet, dessen erste und wichtige Massnahme im Herbst 2017 bereits realisiert wurde: Die Befreiung der Ruine von den hohen Schuttmassen im Burginnern, die die Mauern im Sockelbereich schädigen. Bei Frost gefriert Wasser aus dem frostsicheren Teil dieser Schuttmassen im Mauerwerk und zerstört den Mörtel im Mauerinnern. Diese wesentliche Zerfallsursache fällt mit der Schutträumung unter archäologischer Begleitung nun dahin. 2018 wird nun das Sicherungsprojekt des aufgehenden Mauerwerkes vorgestellt. PRO CASTELLIS übernimmt die Kosten für Projektierung und Bauleitung.



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Burgruine Vorburg über Oberurnen GL. 19. Oktober 2017. Den bis vier Meter hohen Schuttmassen ist nur mit einem grossen Schreitbagger beizukommen. Durch das Freilegen des Mauerinnern wird der Wasserdurchgang aus dem Mauerschutt durch die Mauern zur freiliegenden Mauerseite beendet. Dies ist neben den Frostwirkungen an der Mauerkrone und dem Mauerbewuchs die wichtigste Zerfallsusache von Burgruinen. In wenigen Arbeitstagen des sehr erfahrenen "Muck-Piloten" Lothar Gut wird der hohe Schutt abgetragen. Die Arbeiten unter Leitung von PRO CASTELLIS wurden durch den Archäologen Christian Bader Baggerschaufel für Baggerschaufel begleitet, der Kanton ist mit der Archäologin Maya Widmer und dem Leiter des Amtes für Kultur Fritz Rigendinger eng eingebunden.



RUINE FREUDENBERG in Bad Ragaz - Sicherung des mittelalterlichen Palas

Die Ortsgemeinde Bad Ragaz als Eigentümerin der grossen Burganlage hat fachliche Unterstützung für die dringenden Sicherungsarbeiten erbeten. PRO CASTELLIS wird als Bauherrenvertreterin die kommenden Sicherungsarbeiten begleiten und die Qualitätskontrolle wie die Kostenkontrolle sicherstellen.



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Oben: Die weitläufige Burganlage erstreckt sich vom südlichen Rundturm über den Bergfried bis zum tiefgelegenen Palas am rechten Bildrand.

Unten: Der Palas von Freudenberg hat in den letzten Jahrzehnten viel Substanz verloren. Die Zementabdeckungen der letzten Sicherung sind weitgehend aufgelöst. Die Arbeiten sollen den interessanten Bau nun  aufgrund der Erfahrungen von 50 Jahren Ruinensicherung dauerhafter sichern.