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Aktuell  2019:

  • Pilotprojekt DOMLESCHGER BURGENTAGE erfolgreich abgeschlossen.

  • Das MUSÉE RÉSISTANCE SUISSE 1940 - 1990 in Gstaad ist eingeweiht.

  • Das MUSÉE RÉSISTANCE SUISSE 1940 - 1990 an der Linth ist eröffnet.

  • Freilegung der grössten Glarner Burgruine VORBURG abgeschlossen..

  • Projektes KULTURM in der Ruine der Burg Friedau/Zizers GR im Ausbau.

  • Projekt FESTUNGSARTILLERIE SCHWEIZ - Rettung  112  Baudenkmäler

  • Beginn der Sicherung des Palas der Burgruine Freudenberg in Bad Ragaz.

  • Beginn der Sanierung  Maloja Kulm für das MUSEO FORTEZZA MALOJA.

  • Projekt für die Sicherung des Industriemonumentes BELLALUNA, Bergün.

  • Projekt ENGADINE FORTRESS für historische Kulturwanderungen






2017 und 2018 konnten vier grosse Projekte abgeschlossen und gleichzeitig vier neue Projekte begonnen werden:



DOMLESCHGER BURGENTAGE 2014 - 2017

Mit dem vierjährigen Pilotprojekt wurde die jahrzentelange Diskussion um das kulturtouristische Potenzial des Domleschg als "Burgental der Schweiz" beendet , die offenen Fragen sind beantwortet. Von den sieben erprobten Kulturangeboten für ganz verschiedene Interessenten sind vier erfolgreiche Angebote geblieben, die von der Region im Rahmen jährlicher Burgentage schweizweit bekanntgemacht werden können:

  • "Von Schloss zu Schloss..." - eintägige Kulturwanderung zu privaten Schlössern
  • "Crash-Kurs in Burgenkunde" - 5 abendliche Burgenlektionen mit Apéro
  • "Burgleben" - Familien tauchen auf Ehrenfels für 24 Stunden ins Mittelalter ein
  • "Musik in alten Mauern" - Eine Sommerromanze in historischem Ambiente


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Von den erprobten sieben Angeboten zeigte sich das mittelalterliche Feldlager mit 23 Zelten, einer Belagerungs-maschine, Artillerie, einem Dutzend Handwerker und Rittern zu Fuss und zu Pferd als zwar sehr geschätzte, aber stark defizitäre Idee . Kostendeckend kann dagegen der jährliche Familienanlass auf Burg Ehrenfels arbeiten, bei dem die Kinder auch Brot backen, Filz und Spiele herstellen und Schmieden dürfen. Mehr Information und Bilder findest Du unter DOMLESCHGER BURGENTAGE.



MUSÉE RÉSISTANCE SUISSE 1940 - 1990 in Gstaad
In grösster Bedrängnis des Landes begannen tapfere Frauen und Männer im Sommer 1940, sich auf das Leben unter der drohenden Besetzung durch Nazideutschland vorzubereiten. Sie schufen ein geheimes Nachrichtennetz, das den Bundesrat im Réduit oder in Exil in London mit täglichen Lageberichten aus der besetzten Schweiz versorgt hätte. Über das geheime Netz mit chiffriertem Kurzwellenfunk hätte der Bundesrat aber auch Nachrichten und Aufrufe an die Bevölkerung übermitteln können. Diese Widerstandsvorbereitungen wurden über fünfzig Jahre bis zum Ende des Kalten Krieges weitergeführt. 1990 wurden die Massnahmen eingestellt, die Mitglieder blieben aber bei Androhung von Zuchthausstrafen weitere 19 Jahre  unter  Geheimhaltungspflicht, bis sie 2009 vom Gesamtbundesrat endlich verdankt und aus ihrer Dienstverpflichtung entlassen wurden. Das Museum wahrt in seinem Archiv die unbekannte Geschichte der geheimen Vorbereitungen des zivilen und gewaltlosen Widerstandes während eines halben Jahrhunderts. PRO CASTELLIS hat das zwölfjährige Forschunsprojekt Widerstand ermöglicht, den Auftrag für würdige  Entlassungsanlässe mit den Kantonsregierungen in den Jahren 2009 bis 2015 umgesetzt und die Ausbildungs- und Führungsanlage "Schweizerhof" in Gstaad  erworben, umfassend saniert und als Museum  des Widerstandes gestaltet. Das Baudenkmal von nationaler Bedeutung wird im Originalzustand erhalten und dient als Archiv, Dokumentationszentrum und nationales Museum der Widerstandsvorbereitungen der Schweiz.

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Museum in der Anlage "Schweizerhof" in Gstaad: Im hundert Meter langen Hauptstollen wird die Geschichte der Widerstandsvorbereitungen von 1940 - 1990 in vier Sprachen auf je 24 Bildtafeln erzählt. Seitlich gehen 12 Kaver-nen ab zu den Sonderausstellungen der geheimen Funknetze, der Einzelausbildung, der Logistik, des zivilen Widerstandes und der Geniemittel. Ein Filmsaal enthält in der "Galerie des Widerstandes" die Portraits von 140 prägenden Mitgliedern des Widerstandes, darunter sechs Bundesräten, vielen eidgenössischen Parlamentariern, bekannten Persönlichkeiten aus Presse, Radio und Fernsehen, aus Wissenschaft und Wirtschaft. MIGROS-Gründer Gottlieb Duttweiler ist dort ebenso zu finden wie der Theologe Karl Barth, die Philosophin Jeanne Hersch und die beliebte Zürcher Regierungsrätin Hedi Lang. Zum Schutze der Persönlichkeitsrechte der lebenden Mitglieder und in Einhaltung des Vertrages mit der Eidgenossenschaft bleibt das Museum  bis 2065 nicht öffentlich zugänglich.


Die Darstellung der Widerstandsvorbereitungen im Museum werden durch die Doktorarbeit des Historikers Titus J. Meier vollumfänglich bestätigt, die im Juli 2018 als Buchpublikation des NZZ-Buchverlages erschienen ist.



SAMMLUNG DER GERÄTE DES WIDERSTANDSFUNKS 1940 - 1990
Ebenfalls am Oberbort in Gstaad, aber räumlich vom nicht öffentlichen Museum des Widerstandes getrennt kann man in der Kaverne 1 die einzige systematische Sammlung aller Geräte des geheimen Widerstandsfunkes besuchen. Die Baureihe beginnt mit dem ersten Sender Tg 105, den der Chef des legendären "Büro Ha" Hauptmann Hausamann 1941 durch seinen Funkerkorporal Fritz Frey für das geheime "G-Netz" bauen liess. Es folgen die Geräte der 60er und 70er Jahre HERMES und PHÖNIX mit ihren Chiffriereinrichtungen. Die Reihe schliesst mit dem FS 5000 HARPOON von Telefunken, das als erstes Gerät ohne Anwesenheit der Funkerin senden und empfangen konnte. Eine technische Neuerung der späten 80er Jahre, mit der das Risiko des Peilens und damit der Verhaftung der Widerstandsfunker beim Sendevorgang  stark reduziert wurde. Die Sammlung besteht aus Leihgaben verschiedener Fachstellen und aus eigenen Exponaten des Museums. Besuche sind in zwei Zeitfernstern pro Jahr für angemeldete Gruppen bis maximal 15 Personen möglich. Innerhalb der beiden Zeitfenster beträgt der Eintrittspreis 10 Franken.
Bei indivuduellen Besuchswünschen von Gruppen ausserhalb dieser beiden Öffnungszeiten wird dazu der Aufwand für Anreise und der Zeitaufwand des Instruktors in Rechnung gestellt. Die Zeitfenster können über das Sekretariat des Museums auf resistance.suisse@bluewin.ch erfragt werden. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass mit dem Besuch der Funksammlung kein Besuch des benachbarten MUSÉE RÉSISTANCE SUISSE möglich ist.


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Damit die erste Widerstandsorganisation "AKTION NATIONALER WIDERSTAND" ein Mittel in die Hand bekam, um aus dem von Hitlerdeutschland besetzten Mittelland den Bundesrat im Réduit oder im Exil in London mit Nachrichten versorgen zu können, wurde das geheime "G-Netz" aufgebaut. Die Mittel für die Kurzwellen-sender stammten aus der Schatulle des Generals, aus der er Operationen der Nachrichtensektion finanzierte.
Hier das damals von Funkerkorporal Fritz Frey gebaute Funkgerät Tg 105. Es steht am Anfang einer langen Reihe von Geräten, die den jeweiligen Stand der Technik in den fünzig Jahren der Widerstandsvorbereitungen spiegeln.




MUSÉE RÉSISTANCE SUISSE 1940 - 1990 in Benken SG

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MUSÉE RÉSISTANCE SUISSE, seit 2009 im unterirdischen Zentrallager BURG in Benken SG. Hier die Verdankung der Überlebenden der Widerstandsregion 60.
 



Im Gegensatz zum Museum in Gstaad, dass aufgrund der Verträge mit der Eidgenossenschaft bis 2065 nicht öffentlich ist, kann unser thematisch gleiches kleineres Museum im "Zentrallager BURG" in Benken auf Anmeldung besucht werden. Es besteht seit 2009 aus der Galerie des Widerstandes mit bedeutenden Schweizer Persönlichkeiten und einem Filmraum mit 24 Thementafeln und einigen Exponaten.



MUSÉE RÉSISTANCE SUISSE 1940 - 1990 in der Gotthardfestung
Als Wechselausstellung wird die Geschichte der Schweizer Widerstandsvorberei-tungen im Sommer 2019 in der grossen Gotthardfestung  SASSO SAN GOTTARDO in deutsch und italienisch erzählt. An der Vernissage vom 7. Juli 2019 begrüsste der frühere Chef der Armee KKDT André Blattmann zwei Veteraninnen der Widerstandsorganisation P-26, den Historiker Dr. Titus Meier und den Ausstellungsmacher FWN von PRO CASTELLIS zur Diskussion. PRO CASTELLIS hat 40 Bildtafeln, typische Exponate und zwei Schulungsfilme der Basisausbildung von P-26 zur Verfügung gestellt.

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Mit diesem Plakat wirbt die Grossfestung SASSO SAN GOTTARDO für seine Sonderausstellung zu P-26




FESTUNGSARTILLERIE SCHWEIZ
Rettung von 112 militärischen Baudenkmälern


2018 hat Bundesrat Guy Parmelin den Medien eröffnet, dass die hochmodernen Systeme der Festungsartillerie - es geht um 112 noch geheime Anlagen in Werte von weit über 1 Milliarde Franken - verschrottet werden sollen. Das musste doch erstaunen, verfügt doch das VBS seit 2009 über eine Abnahmegarantie für alle 112 Systeme. Für die Zerstörung aller Systeme seien 200 Millionen vorgesehen. Umgehend darauf angesprochen, korrigierte der Chef VBS die Medienmitteilung so, dass natürlich nur Anlagen "rückgebaut" würden, für die sich keine Käufer fin-den würden. Also null Anlagen, denn für alle Festungsminenwerfer und BISON-Batterien gibt es Käufer, die die Anlagen als Geschichtszeugen denkmalpflege-risch unterhalten und zugänglich machen werden. Um die Verwandlung der heute noch klassifizierten 108 Festungsminenwerfer und 4 BISON-Batterien in gepfleg-te und zugängliche Baudenkmäler zu begleiten, haben frühere Offiziere der Fes-tungsartillerie und Vertreter der interessierten Gemeinden, Festungsorganisatio-nen und Museen am 1. August 2019 den Verein FESTUNGSARTILLERIE SCHWEIZ gegründet. PRO CASTELLIS hat 2009 35 Festungsminenwerfer durch eine Übernahmeverpflichtung vor der Zerstörung gerettet und sich nun bereit erklärt, die Geschäftsstelle des neuen Vereins unentgeltlich zu führen.

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15.5 cm Festungskanone 93 L 52 System BISON


KULTURM - Kultur in den Mauern der bischöflichen Burg Friedau in Zizers
Die Sicherungsarbeiten 2016 - 2017 sind abgeschlossen, 2019 soll die Finanzierung des Projektes sichergestellt werden und mit dem Ausbau des Turmes zum Kulturzentrum begonnen werden. Mehr Information unter: Projekt KULTURM



VORBURG : Sicherung der grössten Glarner Burgruine
In enger Zusammenarbeit mit dem Amt für Kultur GL und der Eigentümerin Stiftung Vorburg wurde 2016 und 2017 von PRO CASTELLIS ein Sicherungskonzept ausgearbeitet, dessen erste und wichtige Massnahme im Herbst 2017 bereits realisiert wurde: Die Befreiung der Ruine von den hohen Schuttmassen im Burginnern, die die Mauern im Sockelbereich schädigen. Bei Frost gefriert Wasser aus dem frostsicheren Teil dieser Schuttmassen im Mauerwerk und zerstört den Mörtel im Mauerinnern. Diese wesentliche Zerfallsursache fällt mit der Schutträumung unter archäologischer Begleitung nun dahin. 2018 wird nun das Sicherungsprojekt des aufgehenden Mauerwerkes vorgestellt. PRO CASTELLIS übernimmt die Kosten für Projektierung und Bauleitung.

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Burgruine Vorburg über Oberurnen GL. 19. Oktober 2017. Den bis vier Meter hohen Schuttmassen ist nur mit einem grossen Schreitbagger beizukommen. Durch das Freilegen des Mauerinnern wird der Wasserdurchgang aus dem Mauerschutt durch die Mauern zur freiliegenden Mauerseite beendet. Dies ist neben den Frostwirkungen an der Mauerkrone und dem Mauerbewuchs die wichtigste Zerfallsusache von Burgruinen. In wenigen Arbeitstagen des sehr erfahrenen "Muck-Piloten" Lothar Gut wird der hohe Schutt abgetragen. Die Arbeiten unter Leitung von PRO CASTELLIS wurden durch den Archäologen Christian Bader Baggerschaufel für Baggerschaufel begleitet, der Kanton ist mit der Archäologin Maya Widmer und dem Leiter des Amtes für Kultur Fritz Rigendinger eng eingebunden.



RUINE FREUDENBERG in Bad Ragaz - Sicherung des mittelalterlichen Palas

Die Ortsgemeinde Bad Ragaz als Eigentümerin der grossen Burganlage hat fachliche Unterstützung für die dringenden Sicherungsarbeiten erbeten. PRO CASTELLIS wird als Bauherrenvertreterin die kommenden Sicherungsarbeiten begleiten und die Qualitätskontrolle wie die Kostenkontrolle sicherstellen.



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